Social Mapping

Wir kartieren Britz

Das Team von BENN Britz führte in den Sommermonaten ein Kartierungsprojekt durch. Die Britzerinnen und Britzer, Menschen mit und ohne Fluchterfahrung waren dabei aufgefordert, diejenigen Orte in Britz zu markieren, die sie mögen, an denen sie Verbesserungsbedarfe sehen und auch Orte, die sie lieber meiden.

Einige Teilnehmenden sahen ihren Kiez zum ersten Mal auf einer großen Karte. Nachbar/-innen versuchten, ihr Haus zu finden oder auch Plätze, an denen sie sich oft und gern aufhalten. Es zeigte sich, dass die Menschen aus der Gemeinschaftsunterkunft Britz und ihre Nachbarschaften nur wenig kennen. Sie markierten vor allem den Park am Buschkrug als einen wichtigen und zentralen Ort. Dass sie aber Britz besser kennenlernen möchten, äußerten viele im Gespräch. Die alteigesessenen Britzer/-innen gingen dagegen stärker von ihren Wohnungen ausgingen und markierten diese in der Karte.

Während dieses sogenannten social mappings entstanden viele Gespräche, auch viele Ideen wurden geäußert. Die Menschen zeigten uns, wie stolz sie sind, in Britz zu leben. Sie regten an, einige Orte zu verbessern, wie z.B. sie zu begrünen oder auch mehr Sitzbänke aufzustellen, etwa auf dem Weg vom U-Bahnhof Blaschkoallee in die Hufeisensiedlung. Dass sie durch ihre Markierungen die Diskussion um stadträumliche Entwicklungen mitgestalten und eigenen Vorschläge und Ideen einbringen konnten, stieß bei vielen Teilnehmenden auf Begeisterung. Aus den Ergebnissen des Kartierungsprojekts plant BENN Britz, gemeinsame Kiezspaziergänge zu organisieren. Alteingesessene können so den neuen Nachbar/-innen Britz näherbringen, man lernt sich kennen und Neues entsteht. Wer Interesse hat, an einem solchen Kiezspaziergang teilzunehmen oder ihn sogar als Kiezführer/-in leiten kann, ist herzlich willkommen. Das BENN Britz-Team freut sich auf einen Anruf, Besuch oder eine E-Mail.