Aufruf für Baumwollstoff-Spenden

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

heute wenden wir uns mit einem Aufruf für Baumwollstoff-Spenden an Sie.

Um den Mangel an medizinischen Einweg-Schutzmasken und Atemschutzmasken in Britz abzufedern, werden zurzeit von mehreren Britzer Nachbarinnen und Bewohnerinnen der Gemeinschaftsunterkunft Haarlemer Str. sogenannter Behelfs-Mund-Nase-Schutz aus Baumwollstoffen ehrenamtlich genäht. Ziel ist es, genügend Masken zu produzieren, um damit die Mitarbeitenden in den lokalen Super- und Baumärkten, den Senioreneinrichtungen sowie Nachbar/-innen zu versorgen. Ein paar Beispielfotos bereits genähter Masken haben wir beigefügt.

Um dieses Engagement zu unterstützen, werden dringend Materialspenden gesucht. Benötigt werden Stoffspenden aus festem Bauwollstoff, der bei 90°C waschbar ist. Wenn Sie zu Hause noch schöne Stoffe oder auch Stoffreste haben, können Sie sie am Eingang der Gemeinschaftsunterkunft Haarlemer Str. beim Wachschutz abgeben. Dafür wird eine Kiste bereitgestellt. Idealerweise unterstützen Sie die Frauen, wenn Sie den Stoff bereits zuschneiden. Benötigt werden Zuschnitte mit den Maßen 20x20cm. Auch Gummibänder und -kordeln und Nähgarn sind erwünscht. Ein paar Beispielbilder haben wir beigefügt.

Sobald wir ausreichend Behelfs-Nase-Mund-Schutz haben, werden diese verteilt. Hierzu schreiben wir Ihnen bald genaueres.

Wer selber mitmachen möchte, den unterstützen wir gern!

Mehrsprachige Nähanleitungen auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Persisch finden Sie auf der Website der Stadt Essen:  https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html

Hier finden Sie eine weitere geeignete Video-Nähanleitung: https://www.youtube.com/watch?v=if0OwiCy4yI

Wir machen darauf aufmerksam, dass selbsthergestellter Behelfs-Nase-Mund-Schutz kein Atemschutz ist. Selbsthergestellte Gesichtsmasken können im besten Fall wie Mund-Nase-Schutzmasken wirken und in erster Linie das Risiko verringern, dass (potentiell infektiöse) Speichel-/Schleimtröpfchen des Trägers in die Umgebung gelangen. Mund und Nase des Trägers können allerdings durch selbsthergestellte Masken vor Berührungen durch kontaminierte Hände geschützt werden. Das Tragen eines Behelfs-Mund-Nase-Schutzes sollte auf keinen Fall dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder die Händehygiene nicht mehr umgesetzt wird.

Bleiben Sie gesund!

Lina, Luca und Susen vom BENN-Nachbarschaftsbüro