Neue AG Wohnen

Integration in die Nachbarschaft

Gastbeitrag von Hannah Marquardt, ImPULS e.V.

Seit 2015 leben in Berlin viele Geflüchtete. Inzwischen sind die meisten Notunterkünfte wieder geschlossen. Die Menschen sind größtenteils in Gemeinschaftsunterkünften wie in der Haarlemer Straße untergebracht. Die Kinder gehen zur Schule, die Erwachsenen lernen Deutsch. Viele haben zwar Arbeit gefunden, aber keine Wohnung. Die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist angespannt.

Hier setzt die frisch gegründete AG Wohnen an: ImPULS e.V., das Bezirksamt Neukölln und der Evangelische Kirchenkreis Neukölln haben sich zusammengeschlossen, um Geflüchtete und private Wohnungsgeber zu unterstützen. Die AG Wohnen hilft bei der Zusammenstellung von Bewerbungsunterlagen und berät zur Wohnungssuche. Wir ermutigen auch Privatpersonen, die freien Wohnraum vermieten wollen. Wenn die Kinder aus dem Haus sind oder eine Einliegerwohnung frei ist, spricht vieles dafür, neue Menschen bei sich aufzunehmen. Wir unterstützen bei den nötigen bürokratischen Schritten wie Kostenübernahmen und Mietvertragsschließung.

Integration in die Nachbarschaft ist keine Einbahnstraße. Idealerweise finden nicht nur geflüchtete Menschen Wohnraum, sondern auch Hausbesitzer oder Hauptmieter erhalten Unterstützung im Alltag. Gerade für ältere Leute ist es oft schön, wenn wieder Kinder im Haus leben. Die jungen Menschen können ihre neuen Nachbarn beim Einkaufen unterstützen, die Alteingesessenen können beim Einleben helfen. Wir von der AG Wohnen begleiten die neuen Nachbarschaften und stehen als Ansprechpartner/-innen in unterschiedlichen Sprachen zur Verfügung, falls es doch mal Missverständnisse gibt.

Kontakt: Wer Wohnraum vermieten möchte, kann sich an den Verein ImPULS unter 030-90239 1415 wenden.